Einleitung
Eine Holzprofilfassade ist eine Außenwandverkleidung aus profilierten Holzbrettern oder latten. Sie schützt das Gebäude vor Witterungseinflüssen verleiht ihm ein warmes und natürliches Aussehen und bleibt bei fachgerechter Planung über viele Jahre attraktiv.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen was eine Holzprofilfassade ist, wie sie gebaut wird, welche Holzarten und Profilformen üblicherweise verwendet werden wie sie richtig gepflegt wird und welche häufigen Fehler es zu vermeiden gilt.
Das Ziel: eine Holzprofilfassade die schön aussieht trocken bleibt und lange zuverlässig funktioniert.
Was ist eine Holzprofilfassade?
Eine Holzprofilfassade dient als schützende Holzschicht an der Außenseite eines Gebäudes.
Die Bretter sind so geformt (profiliert) dass sie passgenau zusammenpassen und Regenwasser effizient abfließen kann.
Hinter den Holzbrettern befindet sich stets ein belüfteter Luftspalt.
Dieser Spalt ermöglicht die Luftzirkulation von unten nach oben und führt so zur Feuchtigkeitsabfuhr.
Dank dieser Belüftung bleibt das Holz trocken und gesund.
Diese Bauweise wird als hinterlüftete Fassade bezeichnet.
Warum Holz für eine Fassade wählen?
Natürliche und warme Optik Holz verleiht Gebäuden ein einladendes Aussehen.
Umweltfreundlich Holz ist ein nachwachsender und nachhaltiger Rohstoff.
Angenehme Oberfläche: Holz kann naturbelassen oder mit Ölen oder Lacken behandelt werden.
Einfache Reparatur Einzelne Bretter können ausgetauscht werden, ohne die gesamte Fassade entfernen zu müssen.
Eine Holzfassade muss jedoch fachgerecht geplant und vor übermäßiger Feuchtigkeit geschützt warden um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.
Grundstruktur Schicht für Schicht
Stellen Sie sich die Fassade als ein mehrschichtiges System vor. Jede Schicht hat ihre Funktion:
Tragende Wand Die Hauptaußenwand des Gebäudes.
Wärmedämmung (optional) Hält das Gebäude warm.
Windschutzmembran Schützt vor Wind, lässt aber Feuchtigkeit entweichen.
Unterkonstruktion Holzlatten oder Metallprofile zur Unterstützung der Verkleidung.
Belüfteter Spalt Ermöglicht die kontinuierliche Luftzirkulation zum Trocknen.
Holzprofilbretter Die sichtbare Außenschicht der Fassade.
Öffnungen an der Ober und Unterseite des Lüftungsspalts ermöglichen die Luftzirkulation und sind üblicherweise mit Insektenschutzgittern versehen um Schädlinge fernzuhalten.
Beliebte Profilarten
Rhombusprofil
Die Bretter sind wie kleine schräge Latten geformt und werden mit schmalen Fugen montiert.
Dieses Profil verleiht ein modernes klares und elegantes Erscheinungsbild und sorgt für einen guten Wasserablauf.
Nut und Feder
Ein Brett hat eine Nut in die das nächste Brett mit einer Feder passt.
Dadurch entsteht eine geschlossene und glatte Oberfläche, die effektiv vor Regen schützt.
Stülpschalung
Die Bretter überlappen sich, wobei ein Brett das darunterliegende abdeckt.
Dies bietet hervorragenden Witterungsschutz und verleiht der Fassade ein traditionelles Aussehen.
Jede Profilart eignet sich gut für eine Holzfassade.
Die Wahl hängt von den Designvorlieben und dem gewünschten Schutzgrad ab.
Geeignete Holzarten
Lärche Sehr langlebig und häufig im Außenbereich verwendet; verfärbt sich mit der Zeit auf natürliche Weise silbergrau.
Douglasie Robust formstabil und leicht rötlich.
Fichte/Tanne Leicht und einfach zu verarbeiten profitiert aber von Schutzanstrichen
Thermisch modifiziertes Holz Wärmebehandelt für verbesserte Haltbarkeit und Stabilität.
Das Holz sollte stets trocken und für den Außenbereich geeignet sein um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.
Oberflächenbehandlungsmöglichkeiten
Natur (unbehandelt) Das Holz entwickelt mit der Zeit eine silbergraue Patina. Dies ist normal und ästhetisch.
Ölbehandlung: Betont die Holzmaserung muss aber regelmäßig nachgeölt werden.
Lasur oder Lack Schützen das Holz vor UV Strahlung und Feuchtigkeit. Diese Anstriche müssen je nach Witterungseinflüssen regelmäßig gepflegt werden.
Gute Belüftung und formschöne Tropfkanten sorgen für schnelles Trocknen nach Regen.
Wichtige Konstruktionsdetails
Bodenabstand Die Fassade darf nicht mit Erde oder Spritzwasser in Berührung kommen.
Gleichmäßige Fugen: Ein gleichmäßiger Abstand zwischen den Brettern verbessert die Belüftung und die Optik.
Tropfkanten Sie werden unter Fensterbänken und anderen Kanten angebracht um Wasser abzuleiten.
Ecken und Kantenschutz: Zierleisten schützen exponierte Bereiche vor Witterungseinflüssen.
Diese Details verlängern die Lebensdauer der Holzfassade erheblich.
Unterkonstruktion und Befestigung
Die Unterkonstruktion trägt das Gewicht der Fassade.
Sie besteht aus Holzlatten oder Metallprofilen.
Sie muss gerade stabil und sicher befestigt sein.
Die Befestigung erfolgt mit rostbeständigen Schrauben; dies verhindert Fleckenbildung und gewährleistet einen dauerhaften Halt.
Bei manchen Systemen können verdeckte Befestigungselemente für eine saubere, gleichmäßige Oberfläche verwendet werden.
Eine solide Unterkonstruktion ist unerlässlich für eine langlebige und attraktive Holzfassade.
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Ein weiteres Thema zum Lesen: Nele Lindemanns Mutter
Fazit
Eine Holzfassade vereint Schönheit Schutz und natürliches Design. Bei fachgerechter Belüftung Verwendung langlebiger Holzarten und durchdachter Details bietet sie ein warmes und zeitloses Erscheinungsbild das viele Jahre Bestand hat.
